Auf dem LinuxTag 2005 wurde dem Stand des Debian-Projekts ein Besuch von
Lars Eilebrecht abgestattet, der uns einlud, einen Stand auf der ApacheCon Europe 2005 zu
betreuen. Wir wussten nicht, ob es genug Leute gäbe, um einen Stand für
drei Tage zu betreuen, da ApacheCon direkt nach dem Ende von DebConf 5
begann. Diese verbrauchte den Rest des Urlaubs der meisten Leute. Allerdings
bot ich meine Hilfe an und innerhalb von Tagen beteiligten sich auch Alexander Tolimar
Schmehl
und Axel XTaran
Beckert,
so dass wir ein kleines nettes Expo-Team formten.
Wir hatten ein Problem mit der Unterkunft, da die Preise in der
Jugendherberge recht gepfeffert sind, insbesondere da für zwei von uns
die Rentner
-Zuschlag in Höhe von 3 Euro pro Nacht fällig
wurde. Wir schickten eine E-Mail an die Stuttgart-LUG und fragen nach einem Platz zum Fallen-lassen.
Zugegeben, ein recht mutiges Unterfangen, aber die sehr netten Leute dort
boten uns tatsächlich ihre Böden und Sofas an! Ich bin erneut fasziniert
von der Solidarität der Linux-Gemeinschaft! Unglücklicherweise war keiner
in der Lage, uns alle drei zu beherbergen und wir zogen es vor,
zusammen zu bleiben. Daher fanden wir für uns eine andere Lösung: Wir
gingen Campen! Es gibt einen Camping-Platz ziemlich nahe am Stadt-Zentrum
und Tolimar gelang es, ein für drei Leute geeignetes Zelt aufzutreiben.
Daher wurde nach der Ankunft in Stuttgart am Dienstag Abend das Camp aufgesetzt, wir aßen Abendbrot und gingen früh schlafen, um am nächsten Tag so früh wie möglich am Haus der Wirtschaft zu sein. Am Mittwoch Morgen nahmen wir XTarans Auto in die Stand und fuhren zum Haus der Wirtschaft, um Debians Stand aufzubauen. Dieser Morgen enthielt eine kleine Überraschung für die Jungs, da ich mir die Freiheit genommen hatte, das lange verloren Mike-Poster zu reproduzieren und am Abend vorher heimlich in unserem Stand aufzuhängen, während XTaran und Tolimar noch unterwegs waren. Es gab einige wirklich blöde Gesichter und echtes Jubeln und Umarmen und ich verkünde hiermit, dass Mike zurück in Aktion ist.
Die Expo stellte sich als recht klein heraus, mit nur rund neun
Ausstellern. Allerdings war sie im gleichen Raum wie die Gastronomie, was
sich als guter Punkt herausstellte, da die meisten Leute den Raum als
zentralen Treff benutzten und stets Leute vorbeikamen. Wir hatten einen
netten und bequemen Stand aufgebaut und die Leute waren recht interessiert.
Allerdings waren die meisten Profis, die Debian seit Jahren kannten und sich
bereits eine Meinung über Debian gebildet hatten. Daher drehten sich die
Gespräche meist darum, dass uns die Leute erzählten, dass sie Debian seit
Jahren verwendeten und es cool
fänden, Leute die uns erzählten, dass
sie mal Debian verwandt hätten aber aus diesem oder jenem Grund damit
aufgehört hätten und einige technische Fragen, die schnell geklärt werden
konnten. Es gab gewöhnlich auch einige ruhigere Stunden am Nachmittag, wenn
die meisten Leute den Vorträgen oder Workshops beiwohnten.
Alles in Allem denke ich war es eine gute Veranstaltung. Debian zeigte
einige Präsenz (wir waren das einzige anwesende Betriebssystem) und es gab
einiges an Interesse an den neuen Sarge DVDs, daher konvertierten
wir vielleicht sogar ein paar verlorene Seelen. Die Expo ging bis Freitag
und wir entschieden uns, unsere Reise nach Stuttgart mit einem Zoo-Besuch
am Samstag abzuschließen. Pinguine wurden beobachtet und bewundert, kleine
grüne Frösche auf kleinen grünen Blättern ausgemacht und der
Lotus-Effekt
im Lotus-Teich des Zoos extensiv überprüft. Der Sonntag
zeichnete sich durch den Abbau und die Verpackung des Zelts (zwei Versuche),
alles sowie mein eigenes Zeug in XTarans Auto zu bekommen (MEHRERE Versuche),
den Transport des Ausstellungszeugs zurück zu Daniel codebreaker
Priem und der Rückkehr zu unseren respektiven Heimat-Städten aus.